
Stephan T. Roth
Ich wurde 1990 in München geboren und dort aufgewachsen . Später machte ich eine Ausbildung in der Gastronomie und arbeitete in verschiedenen Betrieben und Bereichen. Heute arbeite ich im Vertrieb für Gastronomie.
2015 lernte ich meinen Mann kennen und lieben, 2022 heirateten wir und leben seitdem glücklich südlich von München nahe der Alpen.
Wie kam ich zum Schreiben?
Wenn ich mich richtig erinnere, muss ich 13 gewesen sein, als ich das erste mal bewusst angefangen habe eine Geschichte zu schreiben.
Eines Nachmittags schnappte ich mir ein altes DinA5 Notizbuch, so eines wie man es in den meisten Drogeriemärkten für drei Euro kaufen kann. Es war schwarz mit zwei farbigen Ecken und auch am Einband war ein Farbband.
Ich zog die Tür zu meinem kleinen Kinderzimmer zu und setzte mich auf meinen Schreibtischstuhl. Mein Zimmer bestand nur aus einem Bett und einem Schreibtisch – der ganze Raum kann nicht größer als 5 bis maximal 8qm gehabt haben. Es war Nachmittag und es fiel nur noch wenig Licht durch das schmale Fenster. Ich beugte mich über das Buch und dann …
Schrieb ich einfach drauflos. Die Worte waren da. Ganz unmittelbar in meinem Kopf. Sie wollten hinaus – also ließ ich sie hinaus. Wort um Wort um Wort. Ich folgte dem Buchstaben und wurde mitten in eine fremde und aufregende Welt gesaugt.
Ein junger Held und sein bester Freund wurden von einem Häuptling losgeschickt, um ein Heilmittel für dessen Frau zu finden. Die beiden zogen hinaus, kämpften sich durch den Dschungel – wobei unser junger Held natürlich voller Tatendrang und Mut war, während sein bester Freund eher der ruhigere, intelligente Gegenpart war.
Leider habe ich das Notizbuch und auch die Geschichte nicht mehr. Ich wüsste zu gerne, wie sie ausgegangen ist.
Was nicht verloren ging war der Drang zu schreiben und die Sehnsucht nach dem Entdecken neuer Welten. Dieses Gefühl, dass in meinem Geist eine ganze Welt ist und ich überall hingehen kann. Der Drang zu schreiben lässt sich für einige Zeit abstellen und sogar ausblenden. Aber nie für lange. Irgendwann muss diese Energie nach draußen. Es hat lange gedauert sie für mich so zu kanalisieren und diese Kreativität für mich zu trainieren, dass ich es gut in den Alltag integrieren kann.




Was sind meine anderen Interessen?
Kochen und Reisen.
Das Kochen selbst zeigte mir meine Oma und auch Mama hat gut dazu beigetragen. Ich liebe es zu kochen und auch auf unseren Reisen bin ich immer froh, wenn wir die Möglichkeit haben selbst einzukaufen und dann zu kochen. Natürlich gehe ich auch gerne Essen, besonders in fremden Ländern, aber ebenso gerne probiere ich mich auch selbst an den dort heimischen Produkten aus.
Es ist immer schön neue Orte und Länder kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Die eindrucksvollsten Reisen der letzten Jahre waren “Indian Summer” in Neuengland, oder wie ich es auch gerne nenne: Auf den Spuren von Stephen King. Es war eine grandiose Reise, wo ich viel gesehen und erlebt habe. Und dann ging in Bangor auch noch ein Traum in Erfüllung, als ich einige Schauplätze aus “ES” mit eigenen Augen gesehen habe.
Nicht weniger eindrucksvoll war die Reise nach Terlingua, in den Süd-Westen von Texas, nahe der mexikanischen Grenze. Die Weite, das Nichts, die Wüste, so etwas habe ich zuvor und seitdem nie wieder gesehen.



Was lese ich gerne?
Als Grundschüler hatte ich Probleme mit dem Lesen und auch heute bin ich noch kein sicherer Leser und habe hin und wieder auch beim Vorlesen Probleme. Ich weiß noch, dass meine Mutter versuchte mich zum Lesen zu bewegen, es aber erst mit Harry Potter wirklich schaffte.
Später übernahmen die Werke von Stephen King diese Rolle. Als junger Erwachsener verschlang ich seine Bücher regelrecht. Los ging es mit Shining, dann ES und da war dann der Bann gebrochen. The Stand folgte, seine Der-Dunkle-Turm-Reihe, SIE, Friedhof der Kuscheltiere, Cujo und so weiter. Er ist sicher einer der Autoren, die mich am meisten geprägt haben. Einige meiner liebsten Bücher stammen aus seiner Feder.
Nach King war mein Interesse für Spannung, Thriller und Horror geweckt. Ich las mich durch das halbe Thriller-Regal, natürlich auch Fitzek und andere Ikonen dieses Genres, schob immer wieder einen Roman von Jack Ketchum dazwischen. Außerdem war da ja auch immer noch Kings schier unerschöpflicher Vorrat an Geschichten.
Mit Anfang zwanzig wurde ich dann experimentierfreudiger und wagte mich an ein paar Klassiker: Das Bildnis des Dorian Grey, Der Fänger im Roggen, Dr. Jekyll und Mr. Hide – die Richtung ist klar. Später gesellten sich Dracula und Frankenstein dazu. Auch H. P. Lovecraft.
Schließlich landete ich bei Kafka und Chuck Palahniuk. Bei letzterem blieb ich und war sehr angetan von seinem besonderen Stil und seiner provokanten Art. Viele seiner Geschichten haben mich tief beeindruckt. Als ich mich der großen Dreißig näherte, entdeckte ich Haruki Murakamis Welten und las mich quer durch seine Werke. Noch heute bin ich ein Fan der magischen, fast poetischen Bilder, die er mit seiner Sprache erschafft.
Ein richtiges Genre habe ich nicht. Es mag abgedroschen klingen, aber ich mag gut erzählte Geschichten. Manchmal fesselt mich der Stil, manchmal die Figuren oder die Geschichte selbst.
Als gut vernetzter Schriftsteller geht es auch immer um die Texte anderer Autorenkolleg:innen. Und auch hier habe ich einige großartige Texte schon erleben dürfen. Seht auf meinem Instagram-Account vorbei, wenn ihr nach neuem Lesestoff sucht und lasst euch inspirieren, ich stelle hier immer wieder Bücher vor, die einen zweiten Blick lohnen.

